Organisation und Gliederung der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt an der Fachschule für Heilerziehungspflege und in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Sie wird in zwei Organisationsformen in Vollzeit angeboten:
1. VZ:
zweijährige, überwiegend schulische Ausbildung mit einem achtwöchigen Unterstufenpraktikum und einem achtwöchigen Oberstufenpraktikum sowie einem anschließenden einjährigen Berufspraktikum
2. BBA:
mit integriertem Berufspraktikum im Rahmen eines einschlägigen Beschäftigungsverhältnisses
Es handelt sich um eine dreijährige Ausbildung mit i. d. R. 18 Unterrichtsstunden an zwei Schultagen pro Woche und einem Block von drei Tagen pro Jahr. Während der Ausbildungszeit sind die Teilnehmer in einer Einrichtung der Behindertenhilfe im Umfang von mind. 19,5 Stunden pro Woche tätig.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Sekundarabschluss I / Fachoberschulreife und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder
  • der Abschluss der zweijährigen Fachoberschule im Fachbereich Sozialwesen oder
  • Hochschulzugangsberechtigung und 900 Stunden Vorpraktikum im heilerziehungspflegerischen Arbeitsfeld oder
  • Fachoberschulreife, abgeschlossenen Berufsausbildung und 900 Stunden Vorpraktikum im heilerziehungspflegerischen Arbeitsfeld

Abschluss

Die fachtheoretische Prüfung der Fachschule für Heilerziehungspflege findet als schriftliche und ggf. mündliche Prüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres (in der VZ) statt.
Das Berufspraktikum endet mit einer fachpraktischen Prüfung in Form eines Kolloquiums.
Wird das Berufspraktikum in den schulischen Teil integriert (BBA), finden die schriftliche und ggf. mündliche Prüfung im letzten Halbjahr und das Kolloquium am Ende der Ausbildung statt.
Absolvent(inn)en der Fachschule für Heilerziehungspflege erhalten die Berechtigung, die Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger", bzw. "Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin" zu führen. Die bundesweit anerkannte Fachhochschulreife kann im Rahmen der Ausbildung erworben werden.

Die in der Fachschule vermittelten Kompetenzen werden nach dem Deutschen Qualifikationsrahmen für Lebenslanges Lernen der Niveaustufe 6 zugeordnet.