Donnerstag, 23.04.2026

30 Jahre St. Vincenz Berufskolleg

Unter dem Motto „Wir sind bunt!“ feierte das St. Vincenz Berufskolleg zu seinem 30-jährigen Bestehen ein gelungenes Ehemaligentreffen. Rund 100 ehemalige Schülerinnen und Schüler sind gekommen und haben einen Abend in ihrer ehemaligen Schule an der Robert-Koch-Straße in Ahlen verbracht.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Begegnung, Austausch und gemeinsames Erinnern. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, alte Kontakte aufzufrischen und neue Verbindungen zu knüpfen. Als besonderes Highlight gab es unter anderem eine Fotobox, eine Cocktailbar und kreative Angebote. So konnten auch ehemalige Schülerinnen und Schüler mit Kindern eine tolle Zeit im Berufskolleg verbringen. Musik und Tanz rundeten den Abend ab.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war ein inklusiver Musikbeitrag: Angehende Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger gebärdeten in Deutscher Gebärdensprache (DGS) das Lied „Wunder“ von Andreas Bourani. Dazu lief das Musikvideo der Aktion Mensch „Das inklusive Musikvideo ‚Wunder‘ von Andreas Bourani“ auf YouTube. Die Aktion machte eindrucksvoll sichtbar, wie gelebte Inklusion und kreative Ausdrucksformen am St. Vincenz Berufskolleg miteinander verbunden werden.

Darüber hinaus feierte das neue Imagevideo des Berufskollegs Premiere. Der Film bildet die Grundlage für einen Kinospot, der demnächst in den Kinos zu sehen sein wird und die Vielfalt der Ausbildungsgänge sowie das Leitmotiv „Wir sind bunt!“ in den Fokus rückt.

In ihrer Begrüßungsrede betonte Schulleiterin Renate Knobel die besondere Bedeutung der vergangenen drei Jahrzehnte: „Es geht nicht zuerst um Gebäude oder Prüfungen – es geht um Menschen.“ Sie würdigte die Rolle der Ehemaligen, die das am Berufskolleg Gelernte täglich in ihre berufliche Praxis tragen, insbesondere in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Dabei hob sie Werte wie Zeit, Geduld und echte Begegnung hervor, die über fachliche Kompetenzen hinausgehen.

Auch der gesellschaftliche Wandel im Umgang mit Menschen mit Behinderung wurde thematisiert: von Fürsorge hin zu Selbstbestimmung und gelebter Inklusion. „Inklusion ist nicht nur ein Recht, sondern vor allem eine Haltung“, sagte Knobel.

Das Ehemaligentreffen zeigte, wie stark die Verbindung zwischen Schule und Absolventinnen und Absolventen auch über viele Jahre hinweg bleibt. Die große Resonanz und die zahlreichen persönlichen Gespräche machten deutlich, dass das Berufskolleg für viele mehr ist als ein Ort des Lernens – nämlich ein prägender Teil ihres Lebensweges.

Mit Blick in die Zukunft zeigte sich die Schulleitung zuversichtlich: Auch die kommenden Jahre würden neue Herausforderungen, aber ebenso viele Chancen für gemeinsames Lernen und Wachstum bereithalten.