Donnerstag, 21.05.2026

Besuch aus den Niederlanden

Es war ein gelungener Auftakt für eine neue deutsch-niederländische Bildungspartnerschaft. Kolleginnen des Aventus Berufskollegs aus Apeldoorn haben im Rahmen des EU-Förderprogramms InterReg das St. Vincenz Berufskolleg in Ahlen besucht. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch im sozialen Ausbildungsbereich, ein Austausch der Kolleginnen im Unterrichtsalltag und Besuche in verschiedenen Einrichtungen der St Vincenz Gesellschaft.

Aventus ist ein großes Bildungssystem mit rund 11.000 Auszubildenden. Für den nun gestarteten Austausch wurden gezielt Bildungsgänge aus dem sozialen Bereich vernetzt. Das zweitägige Programm umfasste Hospitationen, einen Rundgang durch das Berufskolleg und mehrere Vor-Ort-Besuche in den Einrichtungen der St Vincenz-Gesellschaft. Dabei erhielten die niederländischen Kolleg:innen einen umfassenden Eindruck von der Organisation des Bildungsgangs, der Verknüpfung von Theorie und Praxis und der Zusammenarbeit mit den Trägern sozialer Arbeit in der Region.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Delegation von der ausgeprägten Praxisnähe der Ausbildung. Immer wieder begegneten den Gästen ehemalige Schülerinnen des Berufskollegs, die heute in den besuchten Einrichtungen arbeiten und dort Verantwortung übernehmen. Diese Kontinuität zwischen Ausbildung und beruflicher Praxis und das sichtbare Netzwerk aus Schule, Trägern und Praxisstellen wurden von den Kolleginnen aus Apeldoorn als große Stärke hervorgehoben.

Auch die räumliche Gestaltung der Schule fand großen Zuspruch: Die Gäste lobten die persönliche Atmosphäre, die sich in der Möblierung und auch in der Dekoration und Struktur der Räume widerspiegelt

Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs war die Präsentation des schuleigenen Imagevideos, das niederländisch synchronisiert wurde.

Auch der Schulträger – die St. Vincenz-Gesellschaft - nahm sich im Rahmen des Besuchs ebenfalls Zeit für ein persönliches Gespräch mit der Delegation aus Apeldoorn. Anhand konkreter Beispiele wurde aufgezeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Schule, Träger und Praxispartnern strukturiert ist, welche Kommunikationswege gepflegt werden und wie diese enge Kooperation dazu beiträgt, eine qualitativ hochwertige und praxisorientierte Ausbildung im Sozialwesen sicherzustellen.

Der Austausch ist als längerfristige Kooperation angelegt. Schon im Juni wird eine Delegation von Aventus mit rund 20 Schüler:innen zu einem Begegnungstag nach Ahlen kommen. Dann sollen der grenzüberschreitende Dialog weiter vertieft, gemeinsame Projekte erprobt und die Perspektiven der Auszubildenden noch stärker in den Mittelpunkt gestellt werden.

„Wir sehen in der Kooperation mit Aventus eine große Chance, voneinander zu lernen, die unterschiedlichen Bildungssysteme kennenzulernen und unseren Schüler:innen internationale Perspektiven im sozialen Bereich zu eröffnen“, betont Schulleiterin Renate Knobel.