In dem modernen Gebäude finden 24 erwachsene Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ein neues Zuhause. Gleichzeitig bietet das Haus ein Umfeld, das Selbstständigkeit, Teilhabe und Gemeinschaft fördert.
Das zweigeschossige Gebäude ist in drei Wohngruppen mit je acht Plätzen gegliedert. Alle Bewohnerinnen und Bewohner verfügen über ein eigenes barrierefreies Einzelzimmer mit Duschbad. Ergänzt wird das Wohnangebot durch Gemeinschaftsbereiche, einen Mehrzweckraum und einen separaten Bereich für die Tagesstruktur. Beim Bau des Haus Hanna spielte Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Das Haus hat eine Photovoltaikanlage, ein begrüntes Dach und eine Regenwassernutzungsanlage.
Finanziert wurde das 5,2 Mio. Euro teure Projekt durch Wohnbaufördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen, die Stiftung Wohlfahrtspflege, die Aktion Mensch und Eigenmittel der St. Vincenz-Gesellschaft. Die St. Vincenz-Gesellschaft bedankt sich außerdem beim Rat der Stadt Drensteinfurt, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und dem Kreis Warendorf für die gute Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts.
„Haus Hanna ist weit mehr als ein Wohngebäude. Es ist ein Ort, an dem Menschen ihren Alltag selbstbestimmt gestalten und Gemeinschaft erleben können.“, betonte Stephan Marx, Geschäftsführer der St. Vincenz-Gesellschaft im Rahmen der Eröffnung und stellte fest: „Viele Bewohnerinnen und Bewohner machen hier den ersten Schritt in ein eigenständiges Leben.“
Im Mittelpunkt steht die Förderung lebenspraktischer Fähigkeiten. Dazu gehören gemeinsames Kochen, Einkaufen und die Gestaltung des Alltags. Wichtig sind außerdem die Freizeitaktivitäten als aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Drensteinfurt. Kontakte zu Vereinen und Nachbarschaft spielen dabei eine wichtige Rolle.
Seit Oktober 2025 leben die meisten Bewohnerinnen und Bewohner im Haus Hanna. In den vergangenen Monaten haben sie sich Schritt für Schritt in dem neuen Haus eingelebt. „Freundschaften sind entstanden und erste gemeinsame Feste wie Weihnachten und Ostern sind gefeiert worden.“, sagte Hausleitung Anne Becker-Strehlow.
Seit der Inbetriebnahme der besonderen Wohnform im vergangenen Herbst gab es schon viele Aktionen, die dazu beigetragen haben, dass die Bewohnerinnen und Bewohner Kontakte in ihr soziales Umfeld knüpfen konnten. So lud zum Beispiel die örtliche Feuerwehr die Bewohnerinnen und Bewohner zu einer spannenden Präsentation ihrer Arbeit, der Bouleverein war zu Besuch im Haus und auch der Karnevalsverein war schon zu Gast und sorgte mit einer gemeinsamen Feier für gute Stimmung und Gemeinschaftsgefühl.
Die Mitarbeitenden haben für die ganze Hausgemeinschaft einen Cocktailnachmittag organisiert. Bewohner Mike Mohr und Christina Greiwe waren sich einig: „Voll toll!“



