Mittwoch, 13.02.2013

Erfahrungsaustausch in der Ausbildung für die Behindertenhilfe

Berufspraktikanten und Oberstufenschüler des

St. Vincenz-Berufskollegs im Gespräch

 

Ein neues Projekt am St. Vincenz-Berufskolleg: Der zweite und der dritte Ausbildungsjahrgang trafen sich zum Erfahrungsaustausch.

Wer am St. Vincenz-Berufskolleg in Vollzeit-Ausbildung staatlich geprüfter Heilerziehungspfleger wird, tut das in einem Doppelschritt: Theoretische Grundlagen für die Arbeit mit behinderten Menschen werden in einer zweijährigen Schulphase vermittelt; darauf folgt dann ein einjähriges Berufspraktikum. Angehende Heilerziehungspfleger aus dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr kamen jetzt über ihre Vorstellungen und Erfahrungen miteinander ins Gespräch. „Dieses neue Angebot hat zu einem sehr intensiven Austausch geführt und sich absolut gelohnt“, so das Resümee von Schulleiterin Renate Knobel.

 

Dabei erörterten die Berufspraktikanten mit den Oberstufenschülern Fragen zum konkreten Arbeitsfeld und zu Arbeitsaufgaben, zu Leistungsnachweisen und Verdienst sowie zu den einzelnen Einrichtungen der Behindertenhilfe. Der Austausch fand am Ende einer Blockwoche statt, zu der die Praktikanten aus dem ganzen Kreis Warendorf und den angrenzenden Städten Soest, Münster und Hamm im Berufskolleg in Ahlen zusammengekommen waren. Dort hatten sie in Arbeitsgruppen thematische Schwerpunkte vertieft – etwa in den Bereichen Psychiatrie, Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung oder zur Zielgruppe Kinder und Jugendliche. „Das Gesprächsangebot war erfolgreich: Die Oberstufenschüler bekamen Einblicke in die Praxis und die Berufspraktikanten konnten nochmals reflektieren, mit welchen Vorstellungen sie in die praktische Arbeit gegangen sind und wie sich diese entwickelt haben“, so Schulleiterin Knobel.

 

Mit ihren pädagogischen und pflegerischen Kompetenzen arbeiten Heilerziehungspfleger als Fachkräfte etwa bei ambulanten Diensten, in Wohnheimen, in integrativen Kindergärten und Förderschulen oder in beschützenden Werkstätten. Voraussetzung für die Ausbildung sind Fachober- oder Fachhochschulreife/ Abitur und ein einjähriges Praktikum in der Behindertenhilfe. Neben der Vollzeit-Ausbildung gibt es die Berufsbegleitende Ausbildung mit jeweils zwei Tagen wöchentlichem Schulbesuch und ergänzender praktischer Arbeit in einer Einrichtung der Behindertenhilfe. Außerdem wird die Ausbildung zum Heilerziehungshelfer angeboten. Sie dauert zwei Jahre; Voraussetzung ist der Hauptschulabschluss. Mehr Infos bei: Berufskolleg für Heilerziehungspflege der St. Vincenz-Gesellschaft, Robert-Koch-Straße 41, 59227 Ahlen, Tel. 02382/ 858-225, E-Mail: hep-schule(at)st-vincenz-gesellschaft.de.