Freitag, 21.09.2018

Gute Wünsche bei der Einweihung von Haus Simon: Licht, Schlüssel und „alles, was sonst immer fehlt“

Warendorf. Ein neues Wohngebäude für Menschen mit chronisch psychischer Erkrankung hat die St. Vincenz-Gesellschaft an der Dr.-Hans-Kluck-Straße in Warendorf errichtet. Am Donnerstag fand die Einweihung von „Haus Simon“ statt.

Zwei Bewohnerinnen überreichten symbolische Geschenke.

Dieses Haus ist auf Felsen gebaut - daran erinnerten Diakon Tobias Tiedeken, Pastor Cornelius Bury und Pastoralreferentin Marion Bause.

Die Bewohnerinnen und Bewohner feiern mit.

Der Grundstein ist gelegt: Dr. Klaus Goedereis, Ilka Schröder, Stephan Marx, Volker Hövelmann und Franz-Ludwig Blömker

Das Team freut sich auf die Arbeit in "Haus Simon".

In einem Wortgottesdienst griffen Pastoralreferentin Marion Bause und Diakon Tobias Tiedeken von der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius und Pastor Cornelius Bury von der evangelischen Kirchengemeinde in Anlehnung an den Apostel Simon Petrus die Symbolik eines Hauses auf, das auf Felsen gebaut ist. Schließlich standen auf dem Altar drei Backsteine, in deren Mitte eine Kerze stellvertretend für das Licht brannte, das „Jesus Christus in die Welt gebracht hat“. Auf diesem Hintergrund segneten die drei Seelsorger die Wohneinrichtung und leiteten zur Grundsteinlegung über.

Geschäftsführer Volker Hövelmann moderierte zuvor den kleinen Festakt und stellte in der Begrüßung heraus, dass die neue Einrichtung auf die besonderen Bedürfnisse und den speziellen Betreuungsbedarf der Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet sei.

Auf den Aspekt der Teilhabe wies Dr. Klaus Goedereis, Vorsitzender der St. Franziskus-Stiftung, in seinem Grußwort hin: „Hier wird wirkliche Hilfe geleistet, die den Bewohnern zu Gute kommt und sie befähigt, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.“ Das sei auch für die Stiftung ein Grund zum Feiern.

Warendorfs stellvertretende Bürgermeisterin Doris Krause freute sich, dass auch Vertreter der Nachbarschaft gekommen waren und so der Gemeinschaft mit den Bewohnern Ausdruck verliehen.

Das nach modernen architektonischen Gesichtspunkten konzipierte Gebäude bietet Wohnplätze für 24 Menschen. Der stellvertretende Landrat des Kreises Warendorf, Franz-Ludwig Blömker, hob in seinen Worten an die Bewohner hervor, dass hier „aktive Nächstenliebe“ sichtbar werde.

Besondere Geschenke erhielten Einrichtungsleiterin Verena Jäckel und Hausleiterin Ilka Schröder von den Bewohnern selbst: einen symbolischen Schlüssel, ein von ihnen gestaltetes Bild und ein Glas mit „allem, was sonst immer fehlt“. Die Zustimmung der Gäste – unter ihnen Architekten, Behördenvertreter und Mitarbeiter – war ihnen gewiss. Anschließend hatten alle Gelegenheit, bei einem Imbiss die Einweihung, die von Livemusik begleitet wurde, zu feiern und die neuen Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen.  

 

Eine Bildergalerie zur Einweihungsfeier finden Sie hier: https://www.st-vincenz-gesellschaft.de/einrichtungen-und-angebote/st-marien-am-vossbach-in-enniger/bildergalerie.html